Auf Kaiser Robert folgt Kaiser Norbert

Nach zwei schützenfestlosen Jahren konnten die Niederbachemer Sebastianus-Schützen endlich wieder feiern. Auf den seit 2019 amtierenden Kaiser Robert Schreiber folgt mit Norbert Hopp direkt wieder ein Kaiser. Hopp schoss nach 2011 und 2017 zum dritten Mal den Vogel ab und krönt sich damit zum erst vierten und jüngsten Kaiser der Vereinshistorie. Außerdem wurden die neue Liesel Karola Schmitt und Bambiniprinz Tim Ippendorf gekrönt.

Gelöste Stimmung und spannendes Königsschießen am Samstag

Um 14:30 Uhr empfing Robert Schreiber die Vereinsmitglieder am Schützenplatz, der an diesem Tag zum „Kaiserplatz“ umgetauft wurde – nicht ahnend, wie passend das sein würde. Nach einem kleinen Imbiss im Festzelt startete das Königsschießen pünktlich und nahm von Anfang an Fahrt auf. Die 19 Schützen fackelten nicht lange und trennten Kopf, linken Flügel und Stoß in rekordverdächtigem Tempo vom Rumpf – nur der rechte Flügel erwies sich als etwas hartnäckig. Mit dem 23. Schuss durfte Sport- und Jugendwart Dieter Bachem jubeln, er hatte den Kopf abgeschossen. Weitere 15 Schuss später freute sich der 2. Brudermeister Karl-Heinz Theisen über den Linken Flügel. Ganz 39 Schuss dauerte es, bis der Rechte Flügel fiel, der glückliche Schütze war Hauptmann Peter Ens. Kurzer Prozess wurde schließlich mit dem Stoß gemacht, nach nur 13 Schuss durfte sich Dieter Welter freuen. Anschließend wurde der Rumpf ins Visier genommen und das Kandidatenfeld schrumpfte, bis am Ende nur noch vier Schützen im Rennen waren. Zwischen Detlef Kraus, Hans Jansen, Wilhelm Langen und Norbert Hopp entwickelte sich ein spannender Wettkampf – über die extra eingerichteten Videokamera und Leinwand immer aufmerksam beobachtet von den übrigen Mitgliedern und einigen Gästen. Es war der 80. Schuss auf den Rumpf und der 170. insgesamt an diesem Nachmittag, als der Vogel endgültig fiel und Norbert Hopp zum dritten Mal als König feststand. Nach seinen Amtszeiten 2011 und 2017 vertritt der die Bruderschaft im kommenden Schützenjahr als vierter und jüngster Kaiser der Vereinshistorie!

Krönung und Ehrungen am Abend

Zum Krönungsball am Abend begrüßten die Schützen zahlreiche Gäste auf dem (nun immernoch) Kaiserplatz im Festzelt – nicht nur Abordnungen anderer Vereine sowie von Bezirk und Kreis, sondern auch die Niederbachemer Ortsvereine waren vertreten. In ausgelassener Stimmung wurden die neuen Majestäten – neben Norbert Hopp übernahmen auch die bereits an Fronleichnam ermittelte Liesel Karola Schmitt sowie Tim Ippendorf als alter und neuer Bambiniprinz ihre Ämter – gefeiert. Anschließend erhielten Robert Wiesel und Irmgard Krupp Auszeichnungen für 25 Jahre Mitgliedschaft, bevor Ralf Kraus den Hohen Bruderschaftsorden für sein Engagement im Verein in Empfang nehmen durfte. Zum Abschluss des offiziellen Teils wurden die Vorstandsmitglieder Norbert Hopp und Wilhelm Langen von Ehrenbrudermeister Wilhelm Ippendorf mit dem Silbernen Verdienstkreuz des BHDS ausgezeichnet – sehr zur Überraschung der beiden Geehrten.

Guter Besuch am Sonntag

Der Festzug fand dieses Jahr in der kürzestmöglichen Form statt. Die Schützinnen und Schützen der benachbarten Vereine aus Ließem, Villip, Hubertus Mehlem, Rüngsdorf, Lannesdorf und Plittersdorf wurden auf der Sebastianushöhe empfangen. Nach einer kurzen Begrüßung von Brudermeister Wilhelm Langen und dem Wachtberger Bürgermeister Jörg Schmidt (CDU) zogen vom eigentlichen Festplatz am Sebastianuskreuz, der aufgrund von Bauarbeiten in diesem Jahr nicht genutzt wurde, die wenigen Meter hinunter zum Schützenhaus. Für die musikalische Begleitung sorgte der Tambourcorps Thomasberg. Anschließend starteten die Schießwettbewerbe – Schützenfestpremiere für die elektronischen Messanlagen. Beim Ehrenpreisschießen mit dem Luftgewehr hießen die glücklichen Sieger Niklas Follmann (Jugend, Lannesdorf), Sabrina Schmitz (Damen/Herren, Rüngsdorf), Gaby Zettelmeyer (Damen Alt, Rüngsdorf), Andreas Körfer (Herren Alt, Ließem) und Severin Schmitz (Villip, Senioren). Zum Wertpreisschießen mit dem Luftgewehr traten sieben Schützinnen und Schützen an. Ganz vorne landete Gaby Zettelmeyer aus Rüngsdorf, die damit den ersten Preis mit nach Hause nehmen durfte. Mit dem Kleinkalibergewehr schossen neun Schützinnen und Schützen um den Siegerpokal. Diesen gewann Sonja Schwerdtner (St. Hubertus Mehlem). Die Jugendlichen der Gastvereine schossen den Jugendvogel aus, hier durften ausschließlich Jungschützen von Hubertus Lannesdorf jubeln: Tobias Follmann (Kopf), Marian Müller (Linker Flügel), Lukas Follmann (Rechter Flügel) und Niklas Follmann (Stoß und Jugendpokal). Nach der Übergabe der Preise an die erfolgreichen Schützinnen und Schützen klang auch dieser Abend gemütlich aus und die Niederbachemer Bruderschaft kann auf ein schönes Schützenfest zurückblicken. Die Tradition wird im Ländchen weiter gepflegt und die Planungen für das Schützenfest 2023 werden bald beginnen! Weitere Informationen unter: www.schuetzen-niederbachem.de oder www.facebook.com/StSebNiederbachem

St. Sebastianus Schützenbruderschaft Niederbachem 1926/1508 e.V.
Der 1926 in der heutigen Form gegründete Schützenverein hat ihre Vorläufer im Jahr 1508, bis dorthin lassen sich schriftliche Belege für eine Schützenbruderschaft in Niederbachem finden. Heute vereinen die Mitglieder die beiden Säulen Sport und Tradition in vorbildlicher Art und Weise. Der Verein ist Mitglied im Bund der historischen deutschen Schützenbruderschaften (BHDS) und im Rheinischen Schützenbund (RSB), welcher selbst Mitglied des Deutschen Schützenbundes (DSB) ist. In Niederbachem werden die olympischen Disziplinen Luftgewehr, Luftpistole und Kleinkalibergewehr ausgeübt, im Nachwuchsbereich kommt außerdem das Lichtgewehr zum Einsatz. Sportstätte ist das Schützenheim auf der Sebastianushöhe in Niederbachem.
Auf dem Foto abgebildet sind (v.l.): Präses Michael Maxeiner, Fähnrich Fabian Langen (hinten), Königin Brigitte Hopp, Kaiser Norbert Hopp, Liesel Karola Schmitt, Bambiniprinz Tim Ippendorf und 1. Brudermeister Wilhelm Langen. Bildrechte: St. Seb. Niederbachem e.V.

Gedanken zur heutigen gesellschaftlichen Rolle eines Heimatvereins

Der Vorsitzende des Heimatvereins Niederbachem wird zu diesem Thema beim „Männertreff“ am 26. Juni 2019 im Evangelischen Gemeindehaus in Niederbachem, Bondorfer Straße referieren und auf neue Herausforderungen des Heimatvereins eingehen. Heimat ist heute zwar für viele Menschen wieder zu einem Wertebegriff geworden, der Begriff Heimat ist allerdings ein Wert, der danach ver¬langt, immer wieder auch mit neuen zeitgemäßen Inhalten gefüllt zu werden. In diesem Zusammenhang geht er der Frage nach, welche Rolle heute einem Heimat¬verein in unserer heutigen Zeit zufällt und man dieser gerecht werden kann. Alle Vereine spüren heute den Demo-grafie¬wandel und sehen sich mit sinkenden Mitgliederzahlen konfrontiert. Die Welt ändert sich rasant, man muss mit der Zeit gehen und neben den klassischen Auf¬gaben wie soziale Kontaktpflege, Denkmalschutz, Dorfverschönerung und Heimat¬geschichte auch „neue“ Akzente setzen, vor allem solche, die jüngere und mittlere Generationen für wichtig erachten. Männliche Gäste sind herzlich eingeladen.

Bachemer Gespräche Heimatverein Niederbachem

Johannes Adenäuer erzählt von Landwirtschaft und Dorfleben in Oberbachem
Montag, den 24. Juni 2019, 19.30 Uhr, Haus Gereon, Niederbachem, Mühlenstraße.

Der Heimatverein Niederbachem lädt zu einem interessanten Lichtbildervortrag ein mit dem Oberbachemer Heimatforscher. Ackerbau und Viehzucht waren Jahrhunderte lang die Haupter¬werbs-quellen der Menschen im Drachenfelser Ländchen. Herr Adenäuer erzählt aus seinem Leben als Kind auf dem väterlichen Hof, von dem Dorfleben in Oberbachem und der Arbeit in der Land¬wirtschaft. Der Alltag war geprägt von schwerer körperlicher Arbeit, die mit der Hacke und dem Pflug vom Morgengrauen bis zu den späten Abend¬stunden. Die Erinnerungen von Herrn Adenäuer als Zeitzeuge an die Zeit, als Oberbachem noch ein Bauern¬dorf war und seine Fotos sind heute ein wertvolles Stück Heimat-geschichte.

Gäste sind willkommen, der Eintritt ist frei.

Aufruf zur Unterstützung Niederbachemer Geschäfte

Liebe Bürgerinnen und Bürger, in Niederbachem schreiten die Bauarbeiten im Bereich des Henseler Hofes voran. Leider kommt es jedoch in dieser Zeit zu Behinderungen. Unvorhergesehenes, wie nicht kartierte Schächte, Leitungen und Fundamente erschweren und verzögern die Bauarbeiten.

Besonders leiden darunter die Anlieger. Die Gemeinde Wachtberg bedauert dies sehr und möchte mit diesem Aufruf alle Wachtbergerinnen und Wachtberger bitten, die am Vorplatz des Henseler Hofes liegenden Geschäfte zu unterstützen, indem Sie trotz der schwierigen Parksituation die Angebote wahrnehmen. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, dass schon bald wieder ein Alltag einkehren kann, jedoch wird die Situation für die Betroffenen zunächst schwierig bleiben. Daher danken wir Ihnen, den Wachtbergerinnen und Wachtbergern dafür, dass Sie an Ihre Nachbarn denken und sie unterstützen.

Ihre Gemeindeverwaltung

Baubeginn im 1. Quartal 2019

RATISBONA Handelsimmobilien entwickelt ALDI-SÜD-Filiale in Niederbachem

Wachtberg-Niederbachem - Die Bauarbeiten für die neue ALDI-SÜD-Filiale an der Konrad-Adenauer-Straße in Niederbachem starten voraussichtlich im ersten Quartal 2019. Das gab der Investor und Projektentwickler RATISBONA Handelsimmobilien kurz vor Weihnachten bekannt.

Die Gemeinde Wachtberg hat dem Bauvorhaben bereits zugestimmt. "Wir sind zuversichtlich, dass wir Anfang des Jahres auch die Baugenehmigung durch den Rhein-Sieg-Kreis erhalten. Dann werden wir umgehend mit den Bauarbeiten beginnen", sagte Klaus Uhrig, Leiter Region West bei RATISBONA Handelsimmobilien. Der neue Lebensmitteldiscounter wird 800 m2 Verkaufsfläche umfassen und 60 kostenfreie Parkplätze bieten. Vorbehaltlich der Erteilung der Baugenehmigung Anfang 2019 rechnet RATISBONA Handelsimmobilien mit der Fertigstellung im ersten Quartal 2020.

Von Projektbeginn an arbeite RATISBONA Handelsimmobilien eng und vertraut mit der Gemeinde zusammen, betonte Klaus Uhrig. Swen Christian, Beigeordneter der Gemeinde Wachtberg, sagt: "Das Interesse der Bürgerinnen und Bürger an einem Lebensmittelmarkt vor Ort ist groß. Niederbachem ist einer der Siedlungsschwerpunkte der Gemeinde Wachtberg, jedoch seit längerem ohne Nahversorgung. Deshalb unterstützen wir das Projekt nach Kräften."

Zweite Filiale für ALDI SÜD in Wachtberg

Mit ALDI SÜD hat sich ein bonitätsstarker Mieter langfristig zu Wachtberg-Niederbachem bekannt. "Der Standort passt zu unserer Filialnetzstrategie. Mit unserem zweiten Markt in Wachtberg bauen wir unsere Präsenz in der Gemeinde aus und rücken noch näher an unsere Kunden vor Ort heran. Gleichzeitig können wir so unsere Filiale in Berkum entlasten", erklärt Björn Just, Leiter Filialentwicklung der zuständigen ALDI SÜD Regionalgesellschaft Kerpen. RATISBONA Handelsimmobilien entwickelt den neuen Markt nach dem neuesten Filialkonzept von ALDI SÜD. Dieses sieht große Glasfronten, helle Materialien, breite Gänge und eine niedrige Regalierung vor. "Durch unser neues Filialkonzept haben wir die Aufenthaltsqualität und den Einkaufskomfort nochmal erhöht", so Just.

Nach dem Ende des zuvor in Niederbachem angesiedelten Cap-Marktes hatte RATISBONA Handelsimmobilien bereits 2016 mit den Bauarbeiten für einen neuen Discounter auf dem rund 5.000 m2 großen Grundstück begonnen. Ende des gleichen Jahres mussten die Arbeiten allerdings ausgesetzt werden, weil sich eine Stützwand zur Hangabsicherung geneigt hatte. RATISBONA Handelsimmobilien leitete daraufhin umgehend umfassende Nachuntersuchungen des Baugrundes ein und sicherte den Hang vorübergehend durch eine Erdanschüttung, um eine Gefahr für das angrenzende Wohngebiet auszuschließen. Parallel arbeitete das Unternehmen ein neues Konzept zur dauerhaften und nachhaltigen Sicherung von Hang und Grundstück aus. In diesem Rahmen wurden auch bauliche Änderungen notwendig. Für das neue Konzept musste entsprechend ein neuer Mieter gefunden werden. RATISBONA Handelsimmobilien konnte ALDI SÜD gewinnen.

Der Markt wird, anders als ursprünglich geplant, nun mittig auf dem Grundstück entstehen. Die erste Planung hatte noch vorgesehen, dass das Objekt mit dem auf dem Grundstück befindlichen Hang verbunden wird. Im Zuge der Arbeiten wird die Bushaltestelle "Austraße" etwas versetzt. Der Markt bleibt aber unverändert gut mit dem Bus erreichbar.